Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Joern881 » So 6. Mai 2012, 14:25

Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Hallo liebe Lis Freunde und (innen :D
Seit dem Jahr 2001 bin ich (Björn) Besitzer eines Lis Jollenkreuzers Baujahr 1971 mit der Segelnummer 318.

Zugegebenermaßen wusste ich bis ins Jahr 2007 überhaupt nicht das es ein Lis Boot der Gade Werft ist da am Boot kein Typenschild mehr war.
Gekauft hatte ich das Boot wie schon erwähnt in 2001 am Hessischen Edersee für damals sehr kleines Geld (in Zahlen 100 DM ) um überhaupt mal in den Genuss zu kommen ein eigenes Boot zu Besitzen.
Was damals folgte war der Rattenschwanz an Zubehör den man braucht um das Hobby Boot fahren überhaupt betreiben zu können.
Trailer, Motor, Elektro Motor, Gel Batterien usw. usw.
Bis 2007 habe ich dann ein paar schöne Wanderfahrten (per Motor ) auf Deutschlands Flüssen unternommen.
Eine der schönsten Fahrten ging über knapp 3 Wochen die Weser von Hann. Münden bis kurz vor Bremen runter.
Segeln und alles was damit verbunden ist hat mich eigentlich bis 2007 nie gejuckt.
Dann hab ich einen von euch auf der Ostsee mit einem Lis Jollenkreuzer um die Insel Fehmarn Segeln sehen (mehrmals am Tag fuhr der Kreuzer an meinem Campingplatz vorbei) und die Lust hat mich gepackt. :shock:
Tja und wie das so ist wenn der Mensch von irgendwas begeistert ist schwebt einem die Idee dann als im Kopf rum.
Da das Boot bei mir zu Hause mehr oder minder ein paar Jahre als “Regenwasserfass“ diente, kam irgendwann beim abpumpen des Wassers das Gade Schild zum Vorschein und ich wusste nun was für ein Segelboot ich da besitze. ;)

Gut Segelboot ist ein bisschen übertrieben, denn meine Vorbesitzer haben sich ganz schön vergangen an der Jolle. So gehe ich bis zum heutigen Tage davon aus, das diese Angler den Schwertkasten zubetoniert haben aus Angst das Wasser ins Boot kommt.

Ich selbst hatte damals den Rumpf mit Anti Fouling gestrichen und am Kiel nie etwas verändert.
Von Aufholvorrichtung und der gleichen haben ja NICHTSEGLER ohnehin keine Ahnung.
Wenn mich also irgendwo mal jemand fragte wo das Schwert des Bootes sei, antwortete ich immer mit dem selben Satz : Das müssen meine Vorbesitzer Abgeschnitten haben :frown:
Grundsätzlich ging ich sowieso davon aus, das ein Segelboot immer viel viel höher auf dem Trailer sitzen muss als das bei mir der Fall ist :cheesygrin:

Wir ihr also unschwer erkennen könnt, bin ich also ein Wahrlich Bluuuutiger Anfänger was das Segeln und den ganzen Sport rund herum angeht.

Wanten, Großfall, Achterliek, Stagreiter, Verklicker, Fockschot usw. Alles dinge von denen ich noch absolut keine Ahnung habe außer das ich jetzt weiß wo was ist :roll:

Aber da man mit 30 wohl noch in der Lage sein sollte was zu lernen und ich hier schon viel im Forum gelesen hab glaube ich bei euch schon die richtigen Ansprechpartner gefunden zu haben was das Schiffchen und die Technik dazu angeht.

So nun zum Boot : - )
Der ein oder Andere würde es als einen Haufen GFK Bezeichnen der Tatsächlich höchstens als Angelkutter Benutzt werden sollte weil der zu Betreibende Aufwand, die Kosten des Materials etc. in keinem Verhältnis zueinander stehen :D

Meine Antwort dazu: Als Realist weiß ich das ihr recht habt, und auch das es bezahlbare Jollenkreuzer mit wesentlich mehr Substanz gibt aber ich machs trotzdem :D

Warum ?
1. Weil geht nicht gibt’s nicht für mich zählt
2. Das Schiff seit ich s hab immer Dicht gewesen ist
3. ich Heulen müsste wenn ich es auf die örtliche Mülldeponie fahre
4. ich es niemals für 50 euro jemand anderem verkaufen könnte
5. Ihr mir ja alle mit Rat und Tat zur Seite steht bis das des Schiff wieder Segelt :- )

Sowie ich herausgefunden habe wie man hier Bilder Hochladen kann seht ihr dann die ersten versuche
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Frank Engelmann » So 6. Mai 2012, 14:46

Hallo Björn,

herzlich willkommen bei uns im Forum.
Ich bin mir sicher, hier wird dir geholfen. Geballte LIS Kompetenz, zeitnahe Antworten auf deine Fragen und die Freude über ein weiteres Mitglied hier im Forum erwarten dich ;)
Da hier überwiegend "Schrauber" agieren, die selbst ihre Boote weitestgehend selbst "warten" und reparieren, wird für fast jedes Problem eine Lösung gefunden.

Sind schon gespannt auf deine Bilder.

Gruß aus Düsseldorf

Frank
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Hollis » So 6. Mai 2012, 15:35

Hallo Björn,
auch von mir ein herzliches willkommen hier im Forum. Wenn du irgendwelche Fragen oder Probleme hast, nicht verzagen Hollis fragen. :titter:
Schöne Grüße aus Recklinghausen, Peter :irre:


Talente finden Lösungen, Genies entdecken Probleme........ :ill:
Zuletzt geändert von Hollis am So 6. Mai 2012, 18:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Joern881 » So 6. Mai 2012, 15:58

Hallo Frank das ging ja wirklich schnell :D

Anbei die ersten 3 Bilder.

Das erste zeigt das Boot wie ich es seiner Zeit übernahm.

Beim zweiten Bild sieht man das erste (Refit) damals mit 1K Acryl Lack vom Baumarkt um die Ecke.

Das die Lis über Lenzrohre verfügt habe ich erst hier im Forum erfahren :cheesygrin:

Einer der ersten Schritte wird wohl sein diese Rohre wieder zu montieren.
Ich werde also auch die 5er Abluss Rohre nehmen und komme dann wohl jetzt schon bei der ersten Frage an.
Die schwarzen oder die Blauen Lenzbälle bestellen ?
Zwar hab ich die Themen dazu gelesen aber tappe da noch im Dunkel

Gruß Björn
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Hollis » So 6. Mai 2012, 19:11

Hallo Björn,
ich kann anhand der Bilder nicht erkennen ob deine Lis schon einen Doppelboden hat. Wenn ja und du Lenzrohre einbauen möchtest, würde ich persönlich bei 50 mm Rohren die blauen Lenzbälle nehmen und nicht die schwarzen, die sich schon einmal ins Rohre ziehen können. Bei denn schwarzen Lenzbällen würde ich 40 mm HT Rohre verwenden. Bei meiner ersten Lis - Jolle ( G - 452 ) bestanden die Lenzer aus 3/4 " Schlauch. Wenn Wasser im Boot war dauerte es eine Ewigkeit bis es wieder gelenzt war und die Schläuche waren schnell verstopft. Der Einbau der großen Rohre hat keine großen Probleme bereitet.

Grüße aus dem Pott, Peter :irre:


Zu manchen richtigen Entscheidungen kam es nur, weil der Weg zur falschen gerade nicht frei war. :ill:
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Joern881 » So 6. Mai 2012, 20:31

Hallo Peter

Hier ein Einblick in ein noch nicht wirklich schönes und verbasteltes Cockpit

Ich gehe mal vom doppelten Boden aus und werde den Einbau der rohre mal wie ein anderer Jollenkreuzer Besitzer dessen Blog ich gesehen hab Durchführen :-)

Das hat dann endlich den Vorteil (da ich Garagenlos bin) das das Wasser was von oben kommt mal dierekt abläuft 8-)

Das es mit den schwarzen stopfen probleme gibt hatte ich schon mehrfach gelesen aber gut zu wissen das es mit den blauen funtioniert und ich kein spezial super sonder rohr erfinden muss das auf eine sorte lenzbälle angepasst ist :D

Beim Blick auf das Boot sieht man mal das Außmas dessen was da auf mich zukommt :roll:
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon horstj » So 6. Mai 2012, 21:38

Tennisbälle gehen auch.
Bootsblog und Refit Log LIS Jollenkreuzer G1240: http://lisjollenkreuzer.wordpress.com/
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Hollis » Mo 7. Mai 2012, 12:28

Moin, moin,
ich habe mir so meine Gedanken über den Vorschlag mit den Tennisbällen gemacht. Wenn ich das Gummiband oder auch ein Bändsel an dem Ball befestige, muß ich doch Löcher in den Ball bohren. Das Gummiband oder Bändsel wird doch dann durch den Ball gezogen und mit einem Knoten oder auch was auch immer gesichert. Ziehen sich die Tennisbälle beim dichtholen nicht ganz platt? Oder habe ich da einen Gedankenfehler?

Gruß Peter :irre:

Erfolge muß man langsam löffeln, sonst verschluckt man sich an ihnen............ :ill:
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Hollis » Mo 7. Mai 2012, 12:34

Joern881 hat geschrieben:Hallo Peter

Hier ein Einblick in ein noch nicht wirklich schönes und verbasteltes Cockpit

Ich gehe mal vom doppelten Boden aus und werde den Einbau der rohre mal wie ein anderer Jollenkreuzer Besitzer dessen Blog ich gesehen hab Durchführen :-)

Das hat dann endlich den Vorteil (da ich Garagenlos bin) das das Wasser was von oben kommt mal dierekt abläuft 8-)

Das es mit den schwarzen stopfen probleme gibt hatte ich schon mehrfach gelesen aber gut zu wissen das es mit den blauen funtioniert und ich kein spezial super sonder rohr erfinden muss das auf eine sorte lenzbälle angepasst ist :D

Beim Blick auf das Boot sieht man mal das Außmas dessen was da auf mich zukommt :roll:

Na ja, riesen Baustelle, ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben, Peter :irre:
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Paul » Mo 7. Mai 2012, 14:48

Und ich dachte meiner wäre viel Arbeit :mrgreen:
So sehe ich meinen JK schon wieder viel positiver.
Danke dafür ;)
Und dir wünsche ich das dich dein Mut nicht verläßt.
Ich finde es gut wenn der Jollenkreuzer erhalten werden kann.
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Joern881 » Mo 7. Mai 2012, 21:32

Guten Abend :D

Also mit den Tennisbällen ging mir das selbe durch den Kopf wie Peter und als ich heut im Baumarkt stand sah ich da die 40mm rohre :-)

die müssten das doch eigentlich auch tun vieleicht sogar mit den schwarzen Bällen ?????

Was ich jetzt ein bisschen doof finde ist : ich hatte in dieser Backkiste immer den tank vom Motor drin (weil ich des mit den Lenzrohren garnicht kannte) das passt wohl nach diesem eingriff nicht mehr.

Tach Paul, :mrgreen:
mein "Refit" läuft ja schon ein paar tage *g* ganz so schlimm sieht das mit den Löchern nicht mehr aus Aber dieser Epoxy harz kram ist schon wirklich fies an den Fingern :frown:
schön das du deinen Kreuzer schon wieder Positiv siehst :-)
ich hänge mal drei fotos ran
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Hollis » Di 8. Mai 2012, 07:35

Hallo Björn,
die 40 mm HT - Rohre reichen meinen Meinung vollkommen aus und die schwarzen Lenzbälle passen dann auch.
Das was auf den Fotos zu erkennen ist, sieht ja schon ganz gut aus. Bei deinem Tank in der Backskiste würde ich einen kleineren Tank ( 10 - 12 Liter ) nehmen, sind doch oft günstig bei Ebay Kleinanzeigen erhältlich. Viel Spass noch beim werkeln wünscht,
Peter :irre:

Im Leben kommt es darauf an, Hammer oder Amboß zu sein - aber niemals das Material dazwischen........... :ill:
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon horstj » Di 8. Mai 2012, 14:56

Hollis hat geschrieben: Ziehen sich die Tennisbälle beim dichtholen nicht ganz platt? Oder habe ich da einen Gedankenfehler?


Bislang nicht. Tennisbälle sind ganz schön grober Gummi. Vereinsspott bekommt man aber serviert.
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Hollis » Di 8. Mai 2012, 15:42

horstj hat geschrieben:
Hollis hat geschrieben: Ziehen sich die Tennisbälle beim dichtholen nicht ganz platt? Oder habe ich da einen Gedankenfehler?


Bislang nicht. Tennisbälle sind ganz schön grober Gummi. Vereinsspott bekommt man aber serviert.


Wer den Spott hat, brauch für die Tennisbälle nicht zu sorgen, oder? :angry:
Aber Spass beiseite, ich hatte einmal an Vollgummibälle gedacht, sogenannte Flummis.

Grüße aus dem Pott, Hollis
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Re: Vom Angelkutter zurück zum Jollenkreuzer

Beitragvon Joern881 » Di 8. Mai 2012, 21:43

Guten Abend zur Kuttergeschichte :-)

ich hab mich heute ums Dach der kajütte sowie um die ersten Löcher in den Seitenwänden gekümmert Lamienieren 2 sorten Glasfaser und dann diesen Kuststoffspachtel

Außerdem sind die Scheiben rausgeflogen und die eine Bordwand ist weg :D Seitlich gesehen sieht das ganze schon nach Segelboot aus (Steuerbord Seite :- )

Das mit der Lenzrohr Beratung hat ja schon mal supi geklappt Danke an euch :D

Mein nächstes Problem heisst Schwertkasen Dings Bums :roll:

Also ich meine dieses Teil was da hinter der Kajütte so (Trapezförmig) Langgezogen ist.
Ich glaube, ihr holt auf diesem Teil Durch umlenkrollen usw. das Schwert hoch.
Des weiteren ist ja der "Baum" ? mit der "Talje" ? ebenfalls darauf befestigt.
Ich habe auf Deteilfotos hier im Forum so eine Rolle gesehen, wo ein Stahlseil ziemlich vorne (bei der Kajütte) verschwindet kann mir einer Die Technik ein bißchen erleutern :D denn in meinem Boot sehe ich Dort vorne nur styropor und Bauschaum.

Diesen Besagten Mittelsteg als solchen muss ich erst wieder nachbauen vermutlich aus Blech und er muss wie ich heute schon vermute mit dem Obersten Teil des Schwertkastens verbunden sein.
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